Podiumsdiskussion zur Hochschulpolitik an der HS Niederrhein

„NRW darf hochschulpolitisch nicht länger Schlusslicht sein, sondern muss zurück an die Spitze!“, erklärte Stefan Berger in seinem Eingangsstatement. Der Schwalmtaler Landtagsabgeordnete und hochschulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion stellte sich den Fragen von Studenten und diskutierte unter anderem mit der Landesministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung Svenja Schulze über die Zukunft der Hochschulen in NRW. Anlass war die Podiumsdiskussion der Hochschule Niederrhein am 19. April an der rund 40 Gäste teilnahmen.

Für Berger sprechen „die Kennzahlen eine deutlich und unmissverständliche Sprache“. Sowohl in Bezug auf die durchschnittlichen Ausgaben pro Studierenden als auch beim Thema Betreuungsstrukturen der Studierenden fände man NRW im bundesdurchschnitt auf den letzten Plätzen. Parallel dazu schränke das Hochschulzukunftsgesetz der rot-grünen Landesregierung die Autonomie der Hochschule ein. Während die Hochschulen in NRW unter dem ehemaligen FDP-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie Andreas Pinkwart eine Handlungsfreiheit in Bezug auf strategische Ausrichtung und Personal- sowie Finanzfragen besaßen, habe sich die Landesregierung mit dem Hochschulzukunftsgesetzt eine Möglichkeit geschaffen, die Autonomie zu begrenzen und in Entscheidungsprozesse der Hochschulen einzugreifen. „Rot-Grün hat so massiv und ohne Not in die Forschungsfreiheit eingegriffen“, verdeutlichte Stefan Berger.

Mittelpunkt der Diskussion unter Vertretern der Parteien und der Fragen der anwesenden Studenten waren besonders die Themen Studiengebühren, das NRW-Ticket für Studenten sowie die Aufwertung handwerklicher Meister-Ausbildungen. Berger sprach sich dabei gegen die Erhebung von Studiengebühren und für den Erhalt des NRW-Tickets für Studierende aus. Für die anstehende Legislaturperiode versprach er, dass er sich auch für den Ausbau der Beratungsinstrumente für Schulabsolventen einsetzen werde. „Eine gute Berufs- und Studienberatung sorgt nicht nur dafür, dass die Quote der Studienabbrecher gesenkt wird, sie sollte auch dafür sorgen, dass die Ausbildungen zum Handwerksmeister eine attraktive Option bleiben.“